Seit fünf Jahren gibt es das Rother Inklusionsnetzwerk. Mit der „Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung“ (EUTB)  sind bei Rhink neue Strukturen entstanden.

Sozialpädagogin Janet Meyer kümmert sich als hauptamtliche Mitarbeiterin um Ratsuchende. Außerdem sammelt sie Daten über die Barrierefreiheit wichtiger Versorgungseinrichtungen in den Landkreisgemeinden. Daraus soll bis Ende 2020 eine Broschüre entstehen, die Menschen mit Behinderung in die Lage versetzt, selbst einzuschätzen, wo für sie Zugänglichkeit gewährleistet ist. Das Rhink-Beratungsangebot ist seit August von 104 Frauen und Männern mit Behinderung oder ihren Angehörigen aus dem gesamten Landkreis wahrgenommen worden. Das besondere dabei ist, dass die Beratung dezentral in den Gemeinden von eigens geschulten ehrenamtlichen Mitarbeitern geleistet wird, die in der Regel ebenfalls mit einer Behinderung leben.

„Sie können auf Augenhöhe mit den Ratsuchenden sprechen“, sagt Janet Meyer, die mittlerweile eine Gruppe von 15 Lotsen aufgebaut hat. Am häufigsten gaben sie Auskunft über Fragen zu den Themen Wohnen, Gesundheit, Mobilität und Schwerbehindertenausweis. Janet Meyer betonte auch die gute Zusammenarbeit mit anderen Beratungsstellen. „Das Netzwerk im Landkreis Roth funktioniert“, erklärte sie.

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