Peer-Lotsin Edeltraud Heinlein ist Sprecherin der Arbeitsgemeinschaft SC-RH der RHEUMA-LIGA. In der aktuellen Mitgliederzeitschrift „Mobil“ der deutschen RHEUMA-LIGA berichtet sie über Ihrer Erkrankung, ihre Tätigkeit bei der EUTB und über unsere Wanderausstellung.

„Ich wurde plötzlich aus dem Leben gerissen und fiel in ein tiefes Loch. Nachdem ich einen über zehnjährigen Leidensweg bis zur Diagnose mit gleich drei rheumatischen Erkrankungen erhielt, kam ich zur Rheuma-Liga. Mit 41 war ich nicht bereit, mich in die Ecke zu setzen und Däumchen zu drehen. Das soziale Netzwerk war mir ebenfalls wichtig.

Durch die Rheuma-Liga erfuhr ich viel Positives. Das bewegte mich dazu, bereits zwei Jahre später das Ehrenamt als Erste Vorsitzende samt Beratung der Arbeitsgemeinschaft Schwabach-Roth zu übernehmen und meine Erfahrungen und mein Wissen an Andere weiter zu geben. Nach über 17 Jahren macht es immer noch viel Spaß, ständig interessante Menschen kennenzulernen und entstandene Freundschaften zu pflegen.

Durch Familie und eigene Defizite, habe ich nicht nur mit den regionalen Selbsthilfegruppen immer guten Kontakt gehalten, sondern vertrete das Rother Inklusionsnetzwerk (rhink) und berate in der Wohnungsanpassung. Seit letztem Jahr bringe ich mich nun auch bei EUTB (Ergänzende Unabhängige Teilhabeberatung) als Peer-Lotse (ehrenamtliche Erfahrungsgeber) ein. Diese „Schnittstelle“ bedeutet noch mehr Vernetzung, um Ratsuchenden schnell zu helfen.

In diesem Rahmen hat bei uns im Landkreis Roth auch eine Wanderausstellung stattgefunden, bei der sich zehn Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen der Öffentlichkeit präsentierten und von Erfahrungen aus ihrem Leben berichteten. Und ich durfte mit dabei sein.

Studien zum besseren Leben, die aufzeigen, dass ehrenamtliches Engagement zufriedener und ausgeglichener macht, kann ich nur bestätigen.“

DEUTSCHE RHEUMA-LIGA 05-2019, „Mobil“ Regional Bayern, Seite 5